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Schloss Zelená Hora im Jahr 2019

Ganz gleich von welcher Seite Sie sich Nepomuk nähern, stets zeigt sich am Horizont das unverkennbare Wahrzeichen – Zelená hora, der Grünberg. Das frühbarocke Schloss verändert sich mit dem Tageslicht, spielt mit den Stimmungen der Jahreszeiten und lässt ein Landschaftsbild entstehen, das keinen Besucher unberührt lässt.

Die Erhebung Zelená Hora hat die Menschen seit alters angezogen, bereits zu der Zeit, als die Kelten im Gebiet des heutigen Westböhmen siedelten. Und der Legende nach hat der hl. Adalbert auf seiner Reise von Rom vom Grünberg aus das hiesige Land gesegnet.

Zisterziensermönche aus dem nahe gelegenen Kloster sollen Anfang des 13. Jh. die Befestigungsanlage auf dem Grünberg gebaut haben. Nachdem das Kloster 1420 von den Hussiten niedergebrannt worden war, kam Zelená Hora in den Besitz der Familie Schwanberg und später der Familie Sternberg. Zur Zeit Zdenko von Sternbergs wurde hier die Grünberger Allianz gegründet, ein Adelsbund gegen den utraquistischen böhmischen König Georg von Podiebrad.

Im Jahr 1726 erwarb die Familie Martinic den Besitz Zelená Hora. Von Marie Dominika von Martinic gelangte später die gesamte Herrschaft als Erbe an den Reichsvizekanzler Franz Gundaker aus der Familie Colloredo-Mannsfeld. Im Jahr 1870 entdeckte man auf dem Schloss die sog. Grünberger Handschrift, einen literarischen Text, der angeblich aus dem 9. und 10. Jh. stammen soll und um dessen Echtheit erbittert gestritten und prozessiert worden ist.

Die bedrückende Herrschaft derer von Colloredo-Mannsfeld wurde endlich abgelöst von der milderen der Fürstin Wilhelmine von Auersperg, die Grünberg als Heiratsgut erhielt. Ihr Sohn verkaufte 1931 Zelená Hora schließlich an das Ehepaar Plavec, diese dann weiter an den Unternehmer Karel Blažek, dem es konfisziert wurde, weil er dem Staat die Gebühren für die Besitzübertragung nicht bezahlte.

Im Besitz des Staates begann das Schloss zu verfallen. Ab 1939, während des Protektorats Böhmen und Mähren, hielt es die deutsche Wehrmacht besetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier von 1951 bis 1957 das Technische (Hilfs-)Bataillon der Tschechoslowakischen Armee, die sog. schwarzen Barone, kaserniert. Ihr Schicksal inspirierte den tschechischen Satiriker Miloslav Švandrlík zu seinem Buch Černí baroni („Schwarze Barone“). Um das noch übrig gebliebene Schlossinventar zu retten, wurde es nach Kriegsende von Denkmalschützern in umliegende Schlösser, Kirchen und Museen ausgelagert.

Das tschechoslowakische Militär räumte Schloss Grünberg erst nach der samtenen Revolution 1989. Im Jahr 1992 wurde es der Gemeinde Klášter übertragen, die es 1996 bis 2008 teilweise instandsetzen ließ. Das vorerst letzte Projekt war 2015/2016 die Rekonstruktion der Sala terrena.  

Besichtigungen und Kulturveranstaltungen 2019

12. 5. Konzert von Bára Basiková und Chor Andílci

15. 6. Festliches Konzert mit dem Böhmischen Jungenchor Boni Pueri

29. 6. - 7. 7. Schlossführungen für die Öffentlichkeit, von 10.00 bis 18.00 Uhr (außer 1. 7.)

18. 8. Hl. Messe auf Zelená Hora, Kirche Mariä Himmelfahrt

Programmänderungen vorbehalten, mehr auf www.zelenahora.cz